Um die Nagelfluhkette am 31.08.2019 - der Klassiker unter den Mountainbiketouren im Allgäu!

kl20190831 120536Der Nagelfluh ist eine spezifische Gesteinsformation, die im Allgäu häufiger vorkommt. Als Besonderheit besteht der gesamte Höhenzug zwischen Sonthofen/lmmenstadt und dem Bregenzerwald aus diesem Gestein, das die Natur aus feinem und grobem Material „zusammengebacken" hat. Der Nagelfluh wird deshalb auch als „Beton Gottes" bezeichnet (Wikipedia). Die Nagelfluhkette, die wir bei dieser Tour umrundeten, zieht sich von lmmenstadt über Mittag, Steineberg und Stuiben bis zum Hochgrat bei Oberstaufen und weiter zum Hochhädrich in Vorarlberg.

 

Als Startpunkt unserer Tour hatten wir den großen Platz des „Viehmarktes“ in Immenstadt gewählt. Leicht zu erreichen und Parkplätze ohne Ende – also als Startpunkt mit dem Radl ideal. Schönstes Bergwetter, vielleicht sogar etwas zu heiß, hat uns der Wetterbericht vorausgesagt. So machten wir uns zu neunt bei idealen Temperaturen auf den Weg in Richtung Altmummen.
Insgesamt drei längere Anstiege hatten wir nun zu überwinden. Der erste Anstieg führte uns über Gunzesried, auf gut zu fahrenden Mautsraße zur Alpe Scheidwang. Deren Namen von der Wasserscheide Rhein – Donau herrührt. Nach kurzer Rast ging es von dort weiter in das Lecknertal nach Vorarlberg. Am gleichnamigen Lecknersee vorbei erreichten wir den Ort Reute in der Nähe von Hittisau. Der zweite Anstieg führte uns nun hinauf in das Skigebiet des Hochhädrich. Nun wurde es schon etwas heißer und wir waren um jeden Schatten durch Bäume am Wegesrand froh. An der Hennenmoos Alpe war dann wieder der höchste Punkt erreicht und wir fuhren vorbei am Wellnestempel „Almhotel Hochhädrich“ zum Alpstüble Moos zu unserer Mittagsrast. Nach der notwendigen Stärkung ging es in regelrechter Achterbahnfahrt durch die hügelige Hochalmfläche unterhalb der Falkenköpfe und des Einegundkopfes. Etliche Gatter waren dabei zu öffnen und wieder zu schließen und sorgten so für willkommene Verschnaufpausen. Das „Braunvieh“ ist hier allgegenwärtig. Statistiker bescheinigen dem Allgäu die größte Kuhdichte weit und breit und dies ist auch gleichzeitig sein Markenzeichen. Nebenbei bemerkt ist der Käse in diesem Teil des Allgäus ebenfalls allgegenwärtig, es gibt kaum eine Alpe die nicht frischen Bergkäse und Buttermilch anbietet.
Doch allen Versuchungen zum Trotz erreichten wir schließlich in rasanter Abfahrt die Talstation der Hochgratbahn mit ihrem völlig überfüllten großen Parkplatz. Wir waren richtig froh diesen Trubel auf einem kleinen Sträßchen schnell wieder verlassen zu können. Nun stand Auffahrt durch das Weisachtal zur unteren Eckalpe an, die dritte Auffahrt an diesem Tag. Angenehm schattig zog sich das kleine Sträßchen durch das schöne Tal hinauf immer der Weisach folgend, die manchmal recht wild zu Tal rauschte. Vorbei am Jagdhaus Ehrenschwang kurbelten wir dann final nochmal steil bergauf bis zur Sennalpe Mittelberg, die sich ideal als letzte Rast vor der Abfahrt durch das Steigbachtal nach Immenstadt anbietet. Wer testen will, wie gut ein Allgäuer Hefeweizen mit völlig ausgedörrter Kehle schmeckt, ist hier dann genau richtig! Knapp 8,5 Stunden waren wir schließlich mit dem Bike unterwegs um diese Kette zu umrunden. Am Ende standen 70Km und 2300Hm auf unseren Tachos – und - wie bemerkte die Sennerin der Mittelbergalpe – „Respekt! Das alles ohne E“ !!!!
Es war eine tolle Runde bei schönstem Wetter und es hat richtig Spaß gemacht mit dieser Truppe auf Tour zu gehen.

Bernd G.

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