Auf die Hohe Kisten – Esterbergalm am 15.06.2017

klIMG 8796Die „Hohe Kisten“ ist ein 1922m hoher Berg im Estergebirge in den Bayerischen Voralpen und liegt nördlich vom Krottenkopf 2086m – dem Hauptgipfel des Estergebirges.
Die Hohe Kisten ist ein Berg mit zwei Seiten, einer felsigen Nordseite, auf der der Gipfelaufbau einer großen Kiste ähnlich sieht (Namensgebung), und einer zahmen Südseite, auf der sich der Gipfel kaum abzeichnet.
Durch die lange steile Auffahrt, über 1000Hm am Stück, dem Fehlen von bewirtschafteten Almen sowie jeglicher Bergbahnen, wird diese Tour durch Biker nur wenig frequentiert.

 

Der Start unserer Rundtour erfolgte vom Parkplatz der Wankbahn in Garmisch, von dort ging es erst einmal zum Einrollen an der Loisach und später am Fuße des Estergebirges entlang nach Eschenlohe. Hierbei waren schon erste Blicke auf den hoch über uns thronenden Gipfel der hohen Kisten mit seinem Kreuz möglich.
Auf breiten Forststraßen mit 12 - 15% Steigung kurbeln wir von Eschenlohe zur Rechtler Hütte hinauf. Satte 1000Hm waren dabei zu überwinden. Das Ganze wurde durch die permanent steigenden Temperaturen nicht gerade einfacher. Nach einer kurzen kräftezehrenden finalen „Beißerrampe“ war nun das Wege Ende erreicht und wir deponierten unsere Räder hinter den am Wegesrand stehenden Latschen.
Nun machten wir uns an den Aufstieg zum Gipfel der Hohen Kisten. (1922m etwa 40 Minuten). Hier genossen wir, bei einem traumhaften Rundblick über Eschenlohe und das Loisachtal, dem Walchensee und der Zugspitze, unsere Mittagsrast.
Nach der Pause stiegen wir wieder zu unseren Bikes ab und rollten hinab zum Wildsee.
Hier verließen wir den breiten Weg und folgen einem durch den Wald führenden Trail mit einigen schweißtreibenden Schiebepassagen bergauf, zur Neugängler Alm.
Auf einem breiten Forstweg rollten wir dann bergab nach Wallgau und weiter ins Herz des Estergebirges, ins Finztal. Durch eine Bilderbuchlandschaft folgten wir dem Finzbach bis zur finalen Auffahrt zur Esterbergalm.
Während dieser Auffahrt wurden wir plötzlich von Wanderern angehalten, war doch eine Frau mit starken Magenkrämpfen zusammengebrochen. Trotz der geringen Höhe von ca. 1100m gab es keinen Handyempfang, so war das Verständigen der Bergwacht unmöglich. Nach einer kurzen Untersuchung der Frau durch unser Medizinteam Birgit, Bianca und Bernd Bültmann war klar, hier konnte erstmal nicht geholfen werden. Nun sollte ich zur Esterberg-alm vorfahren um dort Hilfe anzufordern. Gott sei Dank wurde dies dann entschärft als ein E-Biker dazukam der sich bereit erklärte an der Alm Bescheid zu geben.
Nach diesem Zwischenfall erreichten wir dann alle die Esterbergalm. Die bewirtschaftete Alm befindet sich in einer Idyllischen Lage zwischen Wank, Fricken und dem Roten Kopf, auf 1264 Metern. Hier war dann eine Einkehr Pflicht, ging es doch bis zum Startpunkt der Tour nur noch bergab.
Wettermäßig war uns das Glück hold. Nachdem am Nachmittag starke Gewitter vorausgesagt waren, blieb es aber bei Bewölkung, etwas fernem Donner und vereinzelten Regentropfen die aber gleich wieder vorbei waren. Auch unseren Tourenausklang im Gasthof Schleifmühle konnten wir draußen auf der Terrasse genießen.

Insgesamt bewältigten wir auf unserer Tour, mit dem Gipfelaufstieg, knapp 2000Hm auf einer Strecke von 60Km.

Bis zur nächsten Tour
Bernd G.

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