5 Tage durch das Karwendel


klFoto9Wenn man so will ist das Karwendel ja fast vor der Haustür. Sehr praktisch, weil man keine lange Anreise hat.
Also los ging’s. Zu fünft machten wir uns auf den Weg, das Karwendelgebirge in einer Durchquerung zu erkunden. Die Wetteraussichten versprachen Hochdruckeinfluss und die Wetterkapriolen der Woche zuvor waren schon vergessen. So begann unsere Tour bei aufgehender Sonne in Mittenwald mit dem ersten Übernachtungsziel des Karwendelhauses.


Die nördliche Karwendelkette querten wir über die Hochlandhütte, Wörnersattel über den Gjaidsteig zur Karwendelhütte. Auf dem letzten Stück war vor dem Bäralpsattel die erste Kraxelei zu bewältigen und der darauffolgende Weg durch die Latschen wollte nicht enden. Entschädigt wurden wir aber mit einem tollen Ausblick auf die verschneite Birkkarspitze und das Schlauchkar, das unser Ziel des Folgetages werden sollte. Am Ende waren wir froh, als wir nach dem langen Tag die Bergstiefel ausziehen konnten.
Bedingt durch den Schneefall am vorigen Wochenende, wollten wir das Risiko der Birkkar-Überschreitung auf dem Adlerweg nicht eingehen und so blieb nur der lange Weg durch die Täler, um zum Hallerangerhaus zu gelangen. Unterwegs erkundeten wir noch die Isarquelle und machten einen (sehr, sehr kurzen - brrr) Badestop entlang des Weges. Für einen Besuch der idyllischen Kastenalm war der Tag dann doch zu kurz.
Die dritte Etappe verlief über den Wilde-Bande-Steig, dem Stempeljoch empor zur Pfeishütte und war die kürzeste der gesamten Tour. So blieb genügen Zeit, um die Gegend zu erkunden und das kulinarische Angebot der Pfeishütte zu genießen.
Der nächste Tag führte uns auf den Goethe-Steig zur Seilbahnmittelstation, bei der „Frau Hitt“ vorbei und auf dem Gipfelstürmerweg zum Solsteinhaus. Eine lange Strecke, die es in sich hatte! Der erste Abschnitt begann recht gemütlich abgesehen vom ganzen Gegenverkehr der Seilbahn-Tagesausflügler und den Steine werfenden Steinböcken. Beeindruckend schlängelte sich der Weg recht ausgesetzt und mit toller Sicht in das Inntal am Hang entlang. Ab der Mittelstation wurde der Weg schmaler und zuerst querend, dann aber steil und schweißtreibend empor zu „Frau Hitt“, die als steinige Wegmarke den schmalen Übergang markiert. Auf der anderen Seite ging es genau so steil in das beeindruckende „Frau-Hitt-Kar“. Der Weg war aber noch lange nicht zu Ende. Zwei weitere Gegenansteige galt es noch zu überwinden, bis wir unser Nachtquartier erreichten.
Für den Rückweg in die Zivilisation wählten wir den Weg über die Eppzirler Scharte. Noch einmal ein steiles Kar, vorbei an spitzen Felsnadeln, ist dieser Weg ein würdiger Abschluss unserer Karwendeltour gewesen.
Zurückblickend kann man sagen, dass wir alle typischen Karwendel-Merkmale erlebt haben. Steile schotterige Kare, lange Täler, kraxelige, ausgesetzte Bergsteige und eine beindruckende Natur - und das alles bei top Wetter.

Bericht: Schepi

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