Boulderpiraten » Black Badgers

Am 11.04. starten wir, die Boulderpiraten Carla, Felix, Marleen, Moritz, Tibo und Simon mit Roland und Iris Richtung Calw.

Erster Stop: Bouldern in Tiefenbronn. 2 Kinder gehen mit Karte und Boulderführer voran und erkunden das Gelände, Blöcke finden, Routen identifizieren, alles gar nicht so leicht. Mit 2 dicken Bouldermatten (Crashpads) auf dem Rücken und der Nachhut kommen wir schnell am ersten Block an: Am Fels ist alles anders. Erst mal die Boulder putzen, Crashpads positionieren, Spotten und los geht’s. Wir tasten uns von Route zu Route und von Block zu Block: 4a, 4c, 5a,…

Nach vier Stunden im Wald müssen wir den Fels loslassen und Richtung Ferienhaus in Ernstmühl aufbrechen: Die Villa eines Schmuckfabrikanten, erbaut 1927 und liebevoll restauriert. Das Haus ist ein Schmuckstück und wir betreten es mit Staunen. Wir teilen uns ein in Team Kochen und Team Service und Ruck Zuck brutzelt der frische Lachs im Ofen, Hunger haben wir alle.

Tag 2: Zu Fuß erreichen wir von unserem Haus das Bouldergebiet Ernstmühler Platte, ein Steilhang, den wir uns erkämpfen, um an die Blöcke zu gelangen. Zahlreiche Boulderprobleme lösen wir und eine neue Route erfinden wir gleich auch: the hanging spider Passage, 5a.

Auf dem Rückweg erkunden wir eine Höhle und Abends gibt es reichlich Spaghetti mit Gemüsesoße und Salat. Bis in den späten Abend spielen wir Skull King, Wizard und Dixit. Dem nächtlichen Kichern müssen wir leider irgendwann gegen 22 Uhr ein Ende setzen.

Tag 3: Im Felsenmeer laufen wir zur Höchstform auf, obwohl die Finger schmerzen und wir alle recht angestrengt sind. Wir lernen die Angst zu besiegen und bouldern wie die Irren. Jetzt fällt die erste 5c. Genial. Und es scheint wie jeden Tag die Sonne.

Zurück am Auto wollen wir noch nach dem jungen Dachs sehen, den wir morgens am Straßenrand entdeckt haben. Er liegt eingekuschelt in einer kleinen Kuhle, aber nur einen Schritt von der Schnellstraße entfernt. Die Kinder entscheiden, der Dachs wird gerettet. Alle Argumente, es sei doch ein Wildtier und bla bla … am Ende fuhr das Dachsbaby auf dem Rücksitz mit nach Hause: Valentin bekommt ein Gehege, Wasser und Schnecken. Er ist noch sehr klein und was tun? Schließlich finden wir eine Wildtierauffangstation, dort geben wir ihn ab. Dabei hätten wir ihn wirklich gern behalten.

Aus den Boulderpiraten werden nun die “black badgers“.

Wir wandern abends durch die Wolfschlucht, wunderbar, die Gumpen laden zum Baden ein.

Zu schon später Stunde trösten wir uns über Valentins Abreise mit einem guten Abschiedsessen und einer kurzen Partyeinheit, die jedoch wegen der historischen Räume schnell beendet wird / werden muss.

Letzter Tag, Haus Räumen, das klappt. Dann: Bouldern in Calw, Gimpelstein. Alle sind wir ausgelaugt. Große Erfolge werden nicht mehr erzielt und wir suchen zum Abschied den Hinrichtungsplatz, auf dem die Calwer Hexenverbrennungen stattfanden.

Wir erfahren am Telefon, dass Valentin nach Stuttgart in eine Dachsaufzuchtstation gebracht wurde, wo er mit Kumpels groß und stark werden kann, bevor er ausgewildert wird. Das tröstet uns und wir folgen dem Ruf der Schwarzwälder Kirsch Torte und im Café am Markt schlemmen wir, was das Buffet zu bieten hat. Da Calw eine sehr hübsche Altstadt mit Fachwerkhäusern hat, schlendern wir noch ein wenig und essen ein Eis. Jetzt zieht es uns heim. Die Boulderfamilie trennt sich nun, es war eine coole Zeit und wir danken dem Alpenverein, dass uns dies ermöglicht würde.

Tourleitung und Bericht und Fotos: Roland und Iris mit den Black Badgers.

Und dann gibt’s noch ein paar Bewegtbilder …